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Secret Pleasure – Interaktiver Liebesroman

Blake Huntington ist 18 Jahre alt, als er mit ansehen muss, wie sein Vater seine Mutter und dann sich selbst erschießt. Zwanzig Jahre später kennt er nur noch ein Ziel: Die Vernichtung des Mannes, der die Schuld am Tod seiner Eltern trägt. Und sein Ziel ist schon zum Greifen nahe. Blake hat Henderson alles genommen: seine Frau, seinen Ruf und sein Medienimperium. Doch dann steht sie vor seiner Tür: Elisabeth Henderson. Blake hatte keine Ahnung, dass der Mann, der aus ihm ein Monster gemacht hat, eine Tochter hat.

Elisabeth Henderson ist gerade 45 geworden. Es gibt keinen Mann, den sie mehr hasst, als Blake Huntington, der ihrem Vater das Leben so schwer macht, dass dieser in den letzten Monaten immer schwächer geworden ist. Jetzt hat Huntington ihm auch noch das letzte genommen, was ihm noch geblieben ist. Als Eli Huntington in einem Club mit heruntergelassenen Hosen zwischen den Beinen einer Frau erwischt, lässt sie ihrer Wut freien Lauf und veröffentlicht in ihrem Magazin einen Artikel über Blake. Der Startschuss für einen Krieg zwischen den beiden, denn Huntington übernimmt kurzerhand die Leitung des Magazins, das Eli aus eigener Kraft aufgebaut hat.

Mit einem zufriedenen Grinsen unterschreibe ich den Vertrag, der das Ende von Henderson Publishing besiegelt. Zwanzig Jahre hat es bis zu diesem Augenblick gedauert. Zwanzig Jahre, in denen ich jede Sekunde, jeden Atemzug meines Lebens in die Zerstörung der Hendersons und ihres gesamten Imperiums gesteckt habe. Zwanzig Jahre, in denen ich kaum eine Nacht durchgeschlafen habe, ohne in meinen Träumen in die toten Augen meiner Mutter geblickt zu haben.
Ich schiebe den Vertrag meinem Anwalt zu, der meine Unterschrift auf dem Papier absegnet, seine eigene dazusetzt und ihn dann an Lewis Henderson weiterreicht. Seine Hand zittert, als er den Stift hochnimmt. Die Feder schwebt nur Millimeter über der gestrichelten Linie. Mit Genugtuung beobachte ich die Schweißperlen auf der Stirn des Mittsechzigers und frage mich, ob er die gleiche Genugtuung wie ich gefühlt hat, als er meinen Vater damals betrogen hat. Henderson hebt den Blick und starrt mich an, als wolle er mich bitten, ihn und sein hässliches Imperium zu verschonen. Aber ich denke nicht einmal daran. Dieser Mann hat es verdient, in der Hölle zu verrotten, zusammen mit all denen, die ihn all die Jahre unterstützt haben.
Ich blicke gelangweilt auf meine Fingernägel und ziehe eine Augenbraue hoch, weil Henderson noch immer nicht das Papier zu seinem Ruin unterzeichnet hat. »Was glauben Sie, wie lange mein Vater gezögert hat, bevor er meiner Mutter und sich vor meinen Augen eine Kugel verpasst hat?«, frage ich ihn gedehnt.